Vorschlag von SPD-Vorsitzendem Thissen: Wassenberger Rat soll auf Geld verzichten; zugunsten der Vereine

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Wassenberg Der Wasenberger SPD-Vorsitzende schlägt vor, dass die Ratsleute zugunsten der Vereine auf Geld verzichten.

Für den Wasenberger SPD-Vorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Hermann Thissen wirft der Antrag der CDU-Fraktion im Stadtrat, wie den von der Corona-Krise betroffenen Gewerbetreibenden und Vereinen von Seiten der Stadt geholfen werden kann, Fragen auf – und er hat eine Idee.

CDU-Fraktionsvorsitzender Marcel Maurer hatte, wie berichtet, einen Antrag seiner Fraktion vorgestellt, der Stundungen bei der Gewerbesteuer anregt und eine Entschädigung – gegebenenfalls durch eine Erhöhung der Zuschüsse – der Vereine, die aufgrund der Schutzbestimmungen ihre Großveranstaltungen ausfallen lassen müssen.

Während Thissen Gewerbesteuerstundungen für sinnvoll und leicht umsetzbar hält, sieht er bei dem vorgeschlagenen Modell der Vereinsunterstützung jedoch Probleme. Eine Aufstockung der freiwilligen Vereinsförderung komme letztlich wieder aus dem Steuertopf, den alle Bürger tragen, darunter auch diejenigen, die jetzt selbst aufgrund der Corona-Krise Probleme hätten, sagte Thissen.

Zwar wollen er und seine Fraktionskollegen zunächst die von der Verwaltung erbetenen Vorschläge abwarten. Aber Thissen bringt auch eine andere Idee dazu, wie den Vereinen geholfen werden könnte, in die Diskussion. Sein Vorschlag: „Die Stadtverordneten sollten zugunsten der betroffenen Vereine für einen Monat auf ihre Aufwandsentschädigung verzichten, schließlich hat in der Corona-Krise ja die Ratsarbeit geruht. Ich finde, das wäre eine zumutbare Lösung.“

Angelika Hahn; RP Online vom 16. April 2020 um 05:10 Uhr Nachlesen unter: https://rp-online.de/nrw/staedte/wassenberg/thissen-spd-auf-ratsgeld-in-wassenberg-verzichten_aid-50062089